Was tun, wenn das Kind nicht in die Kita will
Gerade für Säuglinge und Kleinkinder ist eine gute Eingewöhnungszeit wichtig und sollte dem Kind entsprechend angepasst werden – denn Kinder sind verschieden. Was für das eine als perfekte Lösung erscheint, kann dem anderen nicht weiterhelfen. Selbst Kinder, die schon über einen längeren Zeitraum in einer ähnlichen Betreuungsform – außerhalb der eigenen Familie – waren, können plötzlich Krisen bekommen, wenn sie sich von den Eltern trennen müssen. Wie aber geht man am besten mit dem Abschied als Eltern um und kann sein Kind auf liebevolle Weise bei der Trennung auf Zeit unterstützen?
Wenn Eltern den Abschied erschweren
Oftmals sind es die Eltern selbst, die den Abschied vom Kind noch erschweren, da sie die Betreuung mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können. Damit ist dem Kind jedoch nicht geholfen. Gehen Eltern positiv und offen mit der Kita um und ermöglichen sie es dem Kind, sich auf die Kita, ihre Spielkameraden und die Erzieher zu freuen, fällt Kindern die Trennung auf Zeit grundsätzlich leichter.
Genügend Zeit einplanen, oder lieber schnell verabschieden?
Während einige Kinder mehr Zeit brauchen, um anzukommen, ist es anderen lieber, den Abschied möglichst schnell hinter sich zu bringen. Für den Abschied von den Eltern, dem Übergang von der „Familienzeit“ zur „Krippenzeit“, haben sich feste Rituale als hilfreich erwiesen. Zum Beispiel hat sich in unserem Kindergarten das „Rausschmeiß-Ritual“ bewährt. Die Kinder gehen mit zur Tür und schubsen die Mutter bzw. den Vater aktiv hinaus, nachdem sie sich mit einem Abschiedskuss voneinander verabschiedet haben.
Manche Krippen haben schon erprobte Abläufe, die das Bedürfnis der Kinder nach Ritualen befriedigen, in anderen hat jede Familie eine eigene Taktik.
Finden Sie Ihr eigenes Abschiedsritual
Ob Sie ihrem Kind eine Kleinigkeit von Zuhause als „Mutbringer“ mitgeben, oder eine lustige Abschiedszeremonie erfinden, an der Ihr Kind Freude hat … z.B. ein lustiges Strichmännchen oder ein Herz an die Fensterscheibe malen, an dem Sie Ihr Kind verabschieden, Rituale vermitteln Ihrem Kind Sicherheit. Und indem Sie genug Zeit für die Verabschiedung mitbringen, vermeiden Sie unnötigen Stress, der sich sonst automatisch auf Ihr Kind überträgt.

